Rot gekennzeichnete Ziele sind Ergebnisse des Bürgerdialoges!

1. Stadtentwicklung und Ortsteile

  • Die Geh- und Radwege (u. a. in der Cottbuser Straße, im Neubaugebiet in Niederlehme, Ziegenhals) sollen saniert und dadurch barrierefrei werden.
  • Von der Mühleninsel zum Schlosspark soll endlich eine Brücke gebaut werden, um die Wege zwischen Innenstadt und Schlossareal zu verbessern.
  • Zehn Jahre nach der Gemeindegebietsreform braucht Königs Wusterhausen einen gesamtstädtischen Flächennutzungsplan mehr denn je.
  • Auch in den Ortsteilen Kablow, Zeesen und Niederlehme sollen kurzfristig Bürgerhäuser für die Nutzung durch Vereine und das Gemeinwesen entstehen.
  • Das Bürgerhaus in Senzig muss wieder als solches nutzbar sein.
  • Für das „Behördenviertel“ an der Max-Werner-Str. / Gerichtstr. / Brückenstr. soll für eine geordnete Entwicklung unter Berücksichtigung des besonderen Parkplatzbedarfes ein Bebauungsplan  beschlossen werden.
  • Es darf keinen weiteren Abriss von Garagen in der Heinrich-Heine-Str. und in der Carl-Kindler-Str. geben.
  • Die  Bebauung des Aalfangs am Nottekanal ist zu verhindern.
  • Die Voraussetzungen für die Ansiedlung von kleinen Einkaufsmöglichkeiten auf der Ostseite des Bahnhofes auf Höhe des Kirchsteigs, in Ziegenhals und in Körbiskrug müssen geschaffen werden.
  • Die bereits begonnene Entwicklung von Erschließungsflächen, z. B. „Am Werder“ in Wernsdorf sollte fortgeführt werden.

2. Verkehr, ÖPNV, Parkplätze

  • Auch nach Abschluss der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sollen LKW nicht durch den Bahntunnel fahren dürfen, ausgenommen sollen Rettungsfahrzeuge sein.
  • Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an gefährlichen Punkten, z. B. im Umfeld von Kindertagesstätten und Schulen, an der Ortsdurchfahrt Niederlehme, an der Dorfmitte Zernsdorf und an der Chausseestr. in Senzig sowie am Segelfliegerdamm (Höhe Reifenwerk)  müssen die gesetzlichen Möglichkeiten zur Reduzierung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit ausgenutzt werden. Sollte dies nicht möglich sein, müssen die Stadtverwaltung und das Straßenverkehrsamt des Landkreises andere zulässige und geeignete Maßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ergreifen, die zur Verkehrssicherheit und zur Schulwegsicherung beitragen. Denkbar wären unter anderem zusätzliche Fahrbahnaufmalungen oder das Aufstellen von digitalen Geschwindigkeitsanzeigen.
  • Zur Entlastung der Parkplatzsituation in der Innenstadt soll ein Parkhaus auf der Ostseite des Bahnhofes errichtet werden.
  • Ein sinnvolles Verkehrs- und Parkraumkonzept im Innenstadtbereich, insbesondere in der Bahnhofstraße erachten wir als notwendig.
  • An der Schleuse Neue Mühle muss ein neuer barrierefreier Übergang für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden.
  • Die direkte Anbindung des Gewerbeparks in Zeesen an die neue B 179 bleibt ein wichtiges Projekt.
  • Die Sanierung des Bahnhofsumfeldes an den Bahnhöfen Niederlehme, Zernsdorf, Kablow und Zeesen ist in den nächsten Jahren in Angriff zu nehmen.
  • Der ÖPNV in der Stadt muss neu konzeptioniert werden, um die Erreichbarkeit aller Teile der Stadt auch am Abend und an Wochenenden zu gewährleisten. Lebensqualität und eine lebendige Stadt erfordern auch Mobilität, insbesondere auch für ältere Menschen. Denkbar wäre auch eine Express-Buslinie über die neue B179zum A10-Center, sowie Abendbusverbindungen nach Senzig und Zernsdorf.
  • Es sollen Fahrradrastplätze als einzigartige Anziehungspunkte für Touristen in der Region in Verbindung mit einem durchgängigen Fahrradwegenetz geschaffen werden.
  • Wie für den Straßenbau sollte eine Prioritätenliste auch für den Radwegebau erarbeitet werden; dabei soll auch der Bau eines Radweges von Wernsdorf nach Neuzittau und von Senzig nach Bindow und durch Körbiskrug berücksichtigt werden.
  • Im Zuge der weiteren Entwicklung im Königspark sollte für die Anwohner über die Schaffung weiterer Parkplätze im Quartier nachgedacht werden.
  • Die Stellplatzsatzung muss überarbeitet werden.
  • Die Durchfahrt der Jahnstraße soll für LKW untersagt werden, der Anliegerverkehr muss aber frei bleiben.

3. Funkerberg

Der Funkerberg gilt als wichtigstes Stadtentwicklungsprojekt in Königs Wusterhausen. Seit dem Erwerb durch die Stadt hat sich schon einiges getan und dank des städtebaulichen Rahmenplans gibt es auch einen Leitfaden für die Planungen. Diese Entwicklung muss aber noch konsequenter und zielstrebiger verfolgt werden. Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald und der Technischen Hochschule Wildau wurden die Entwicklungspotenziale des Funkerbergs aufgezeigt. Nun gilt es, diese in Zusammenarbeit mit der Stadt Wildau umzusetzen.

  • Das denkmalgeschützte Areal muss weiter saniert werden, wobei das Senderhaus 1 Priorität haben sollte.
  • Das vorhandene Museumskonzept soll so umgesetzt werden, dass die Anziehungskraft des historischen Ortes auch überregional deutlich erhöht wird.
  • Zur Zukunft der Senderhäuser 2 und 3 müssen Entscheidungen getroffen werden, wie diese sinnvoll genutzt werden können.
  • Es soll eine ordentliche Freilichtfläche für Open Air-Veranstaltungen geschaffen werden.
  • Der nördliche Teil des Funkerberges soll als Erweiterung des Wissenschaftsstandorts an der TH Wildau mit Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung entwickelt werden. Diese Pläne werden wir in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wildau realisieren.
  • Für eine zielführende Vermarktung und Entwicklung des Gebietes muss die Erschließung vorangetrieben werden. Dies kann aber nur gemeinsam mit den Städten Königs Wusterhausen, Wildau, dem Landkreis Dahme-Spreewald und dem Land Brandenburg geleistet werden.
  • Im südwestlichen Teil des Funkerbergs soll ein weiteres Wohngebiet entstehen, ohne dabei die kulturelle Entwicklung zu beeinträchtigen.

4. Lärmschutz

Königs Wusterhausen befindet sich als Teil des regionalen Wachstumskerns „Schönefelder Kreuz“ in einer sich wirtschaftlich stark entwickelnden Region. Die sehr gute Infrastruktur in und um Königs Wusterhausen sowie die unmittelbare Nähe zur Bundeshauptstadt und zum Flughafen bringen nicht nur Vorteile. Wegen des ansteigenden Flug-, Bahn- und Autoverkehrs, entsteht mehr Lärm, dem die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt ausgesetzt werden. Deshalb ist der Lärmschutz für uns eine wichtige Aufgabe.

Auch wenn die Stadt selbst wenige Möglichkeiten zur Umsetzung des Lärmschutzes hat, wollen wir uns bei den überregionalen Entscheidungsträgern u. a. für folgende Maßnahmen einsetzen:

  • Die Arbeit des Bürgermeisters in der Fluglärmkommission mit dem Ziel, Flugrouten über Königs Wusterhausen zu verhindern, werden wir weiter unterstützen.
  • Der Lärmschutz entlang der BAB 10 in Höhe von Niederlehme, Zernsdorf und Wernsdorf muss durch den Bau von Lärmschutzanlagen oder die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten verbessert werden.
  • Der Lärmaktionsplan für Königs Wusterhausen, der eine gemeinsame Kartierung von Straßen, Bahn und Fluglärm als Basis für die tatsächlichen Belastungen beinhaltet, muss fortgeschrieben werden.
  • Die Stadt soll sich als produktiver Ansprechpartner und Begleiter für Lärmschutzinitiativen anbieten.
  • Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, keine Erweiterung des Windeignungsgebietes in Uckley zu ermöglichen, muss konsequent umgesetzt werden. Im Rahmen der Genehmigung durch die Landesplanung sollte ein größtmöglicher Abstand zur Wohnbebauung eingehalten werden.

5. Wohnungsbau und Wohnungsmarkt

Königs Wusterhausen ist dank seiner Nähe zu unterschiedlichen Verkehrsträgern ein sehr beliebter Wohnstandort. Der Anstieg der Bevölkerungszahlen steigert die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in der Stadt. Eine Leerstandsquote von unter einem Prozent dokumentiert die Knappheit an Wohnraum. Eine steigende Nachfrage birgt die Gefahr von steigenden Mieten. Die SPD setzt sich für eine wachsende Stadt ein, aber in einem überschaubaren und verkraftbarem Maß.

  • Im Land Brandenburg muss neben Rückbau in den ländlichen Gebieten die Schaffung von neuem Wohnraum im berlinnahen Umfeld gefördert werden. Nur so können stabile Mieten gewährleistet werden.
  • Bei der Ausweisung neuer Flächen für den Wohnungsbau sollen die Flächen nach Innen verdichtet und die Versiegelung in den Randgebieten gebremst werden. Die vorhandenen Flächen müssen auch durch mehrgeschossigen Bau effektiv genutzt werden.
  • Es darf keinen Massenwohnungsbau geben, der unseren städtischen Wohnungsmarkt überfordert und den Bestand unserer städtischen Gesellschaft gefährden könnte, sondern eine dem Bedarf angepasste moderate Entwicklung des Wohnungsneubaus.
  • Die Sanierung der Häuser in den Neubaugebieten Königs Wusterhausen und Niederlehme/Ziegenhals muss kontinuierlich fortgesetzt werden. Soweit möglich, soll dabei auch durch Ein- oder Anbau von Fahrstühlen die Wohnqualität verbessert werden.
  • In den Gebieten Potsdamer Ring, Wiesenstraße und Scheederstraße (ehemaliges Gaswerk) sollen neue Wohneinheiten entstehen. Dabei soll auch das altersgerechte und Mehrgenerationenwohnen berücksichtigt werden.