Rot gekennzeichnete Ziele sind Ergebnisse des Bürgerdialoges!

1. Schule und Kitas

  • Die schrittweise Sanierung und der Neubau von Bildungsinfrastruktur in unserer Stadt muss im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten fortgesetzt werden.
  • Es sollen zusätzliche Unterrichtsräume in der Grundschule Senzig geschaffen werden, um die Möglichkeit der Zwei-Zügigkeit im Schulgebäude zu gewährleisten, ohne Räume im Bürgerhaus zu beanspruchen.
  • Die Stellen in der Schulsozialarbeit sollen erhalten und ausgebaut werden.
  • Königs Wusterhausen verfügt über das breiteste und qualitativ hochwertigste Bildungs- und Betreuungsangebot im Landkreis. Dieses soll auch zukünftig Bestand haben und gefördert werden.
  • In der Kinderbetreuung müssen neue Wege gegangen werden und an den Bedarf der jungen Familien in der Stadt angepasst werden. Unter anderem sollten neue Konzepte für Randzeitenbetreuung gefunden werden.
  • Das Angebot in den Ganztagsschulen soll durch Angebote von Vereinen und freie Träger der Jugendbildung erweitert werden. Solche Kooperationsprogramme setzen eine zusätzliche finanzielle Ausstattung der Schulen voraus.
  • Die Schulen sollen mit White-Boards in Verbindung mit Weiterbildungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer, die bisher am klassischen Tafelbild gearbeitet haben, ausgestattet werden.
  • Die Lernmittelzuschüsse für Schulen sollen erhöht werden.

2. Soziales, Jugend und Familie

Die Stadt Königs Wusterhausen verfügt über ein breites Spektrum an sozialen Einrichtungen für Angebote in allen Lebenslagen. Die Stadt stellt dafür eine halbe Million Euro an freiwilligen Leistungen für soziale Einrichtungen zur Verfügung. In anderen Kommunen ist dies keine Selbstverständlichkeit.

  • Das Angebot der Jugendarbeit in seiner Breite und Qualität soll beibehalten werden.
  • Neue Jugendclubs in Zeesen und im Neubaugebiet „Nord“ müssen geschaffen werden.
  • Die Förderung des Mehrgenerationenhauses am Fontaneplatz soll fortgesetzt werden.
  • Die Arbeit des Bündnisses für Familie muss durch die Stadtverwaltung intensiver begleitet werden.
  • Das Ehrenamt sollte regelmäßiger gewürdigt werden, bspw. durch jährliche Empfänge und Preisverleihungen.
  • Soweit es erforderlich ist, müssen Spielplätze in der Stadt saniert und erneuert werden. Ebenso wichtig ist uns die Errichtung von zusätzlichen Spielplätzen z.B. in Senzig/Waldesruh und in Kablow-Ziegelei.

3. Menschen mit Behinderung und/oder im Alter, Gesundheit

Bisher haben wir uns bei allen Vorhaben (z. B. mit dem Umbau des Bahnhofes) dafür eingesetzt, dass Menschen mit Behinderung oder im Alter die Möglichkeit haben, barrierefrei, teilhabeorientiert und selbstbestimmt mitten in unserer Gesellschaft leben können.

Das möchten wir auch in Zukunft fortsetzen. Menschen mit und ohne Behinderung haben ein Recht auf Teilhabe. Die UN-Behindertenrechtskonvention – geltendes Recht in Deutschland – gewährt allen Menschen genau dieses Recht auf umfassende Teilhabe. Daran möchten wir uns halten.

Menschen im Alter oder mit Behinderung sollen selbstbestimmt leben können – selbst zu wählen, wie und wo sie leben möchten.

In Vereinen, Klubs und Treffs, den Kirchgemeinden, dem Mehrgenerationenhaus – auch in der Volkshochschule – können sie ihren Interessen nach gehen, Geselligkeit pflegen und sich mit breitem ehrenamtlichen Engagement in soziale Projekte einbringen. Sehr gute Resonanz finden das von der Stadtverwaltung organisierte  „Herbstfest der Senioren“, auch Veranstaltungen im Rahmen der jährlichen „Brandenburgischen Seniorenwoche“ und andere übergreifende kommunale Initiativen.

  • Menschen mit Behinderung haben die gleichen Partizipationsrechte, wie alle anderen auch. Es soll keine Politik über die BürgerInnen über ihre Köpfe hinweg gestaltet werden („Nichts über uns – ohne uns“). Wie bisher, soll auch zukünftig der Dialog ermöglicht werden.
  • Das Nahverkehrsangebot soll weiterhin möglichst barrierefrei und behinderten-/altersgerecht gestaltet werden.
  • Im Bereich des Bauwesens und des Wohnungsmarktes muss– insbesondere in Anbetracht des demografischen Wandels und dem damit steigenden Bedarf – auf behinderten- und altersgerechte Bauvorhaben Wert gelegt werden. Der Wohnraum muss außerdem bezahlbar bleiben. Jeder Mensch im Alter oder mit Behinderung soll die Möglichkeit haben, seinen Wohnort frei zu wählen.
  • Öffentliche Dienstleistungen sollen inklusiv gestaltet werden –  beispielsweise durch eine wohnortnahe medizinische Versorgung, ambulante Pflegemöglichkeiten, Apotheken und Lebensmittelgeschäften im näheren Umfeld.
  • Es sollte geprüft werden, ob die Einrichtungen und Dienste der öffentlichen Verwaltung barrierefrei sind (z. B. Webseiten, Antragsformulare/Informationsmaterial etc. in leichter Sprache, Brailleschrift, Audio-Dateien).
  • Auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen muss z. B. durch Mehrgenerationenhäuser und zivilgesellschaftliches Engagement gefördert werden. Insbesondere sollte dabei das „disability mainstreaming“, das heißt eine Aufklärung, dass Menschen mit Behinderung und im Alter in die Mitte unserer Gesellschaft und eben nicht an den Rand gehören, unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit dem Jugendbeirat sollten Lebenserfahrungen und Kompetenzen der älteren Generation den Kindern und Jugendlichen nahe gebracht werden.
  • Für die älteren Menschen ist die Gesundheit ein besonders hohes Gut, für dessen Bewahrung und Festigung sich auch die Träger der Seniorenarbeit verpflichtet fühlen. Gegenwärtig arbeitet die Gesundheits- und Sozialpolitik des Landkreises gemeinsam mit Experten daran, neue Versorgungskonzepte im Rahmen der aktuellen und zukünftigen Bevölkerungsentwicklung abzustecken. Beispielhafte Arbeit wird schon seit einiger Zeit vom Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen mit seinen Veranstaltungen für Demenzerkrankte geleistet, durch die eine qualifizierte Informations- und Beratungstätigkeit für Betroffene und Ehrenamtliche erfolgt.
  • Die Pflegestützpunkte sollen verbessert werden, damit Menschen mit Pflegebedarf die Möglichkeit haben, sich vollkommen unabhängig über Pflege informieren zu können.
  • Die inhaltlichen Angebote der freien Träger müssen stärker an die Bedürfnisse der „Jungen Alten“ angepasst werden.