Mobbing ein gesamtgesellschaftliches Thema, das in KW Schule macht und die Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion bewegte. Der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit für das Thema wurde laut!

Wie hoch ist eigentlich die Zahl der Mobbing-Fälle an unseren Schulen in KW und im Landkreis? Eine Frage, die leider auch der Abteilungsleiter für Kinder, Jugend, Sport und Weiterbildung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg nicht vollumfänglich beantworten konnte.

Auch wenn Mobbing kein neues Phänomen ist, gibt es keine aussagekräftigen Zahlen zu diesem Thema. Die sogenannte Dunkelziffer der Mobbingfälle ist laut Volker-Gerd Westphal (MBJS)vermutlich sehr hoch. Das macht die Aufklärungsarbeit und Aufarbeitung sehr schwer, weil man nicht weiß, wo genau man anpacken muss.

Aus Angst vor einem schlechten Ruf werden Mobbing-Fälle oftmals nicht gemeldet, obwohl die Schulen durch das MBJS dazu angehalten sind. Auch viele Schüler/*innen trauen sich nicht zu sagen, dass sie oder ihre Mitschüler/*innen gemobbt werden.

Vor allem das Bewusstmachen und Bekanntmachen des Themas ist darum sehr wichtig, damit keine falsche Scheu zur Meldung von Mobbing-Fällen an Schulen entsteht. Viel schlimmer ist es für die Eltern und Kinder an eine Schule zu gelangen, die das Thema verschweigt.

Die Gäste der Veranstaltung wünschten sich deshalb von den staatlichen Institutionen und den politischen Entscheidern mehr Öffentlichkeitsarbeit. Ein Wunsch, dem der SPDOrtsverein Königs Wusterhausen mit seiner Klartext-Veranstaltung nachgegangen ist.

Nur reicht eine vereinzelte Veranstaltung zum Thema Mobbing leider nicht aus. Während der Veranstaltung hat sich herausgestellt: Die Schulsozialarbeit muss klarer definiert, gestärkt und auch deutlich besser finanziert werden.

Fest steht: jede Schule braucht eine/*n Schulsozialarbeiter/*in, um Gewalt jeglicher Art zu verhindern.

Schulsozialarbeiter/*innen können aber nur einen Teil der Aufklärungsarbeit leisten. Insgesamt muss Prävention an den Schulen und im Unterricht groß geschrieben werden, so die Meinung von Daniel Seifert, Sonderpädagoge aus Königs Wusterhausen. Lösungsansätzesind seiner Ansicht nach Toleranz, ehrlicher Umgang und Offenheit im Miteinander sowie gegenseitige Rücksichtnahme im und außerhalb des Unterrichts zu vermitteln. Dies muss bereits vor der schulischen, also in der frühkindlichen Erziehung (Kita) eine Rolle spielen.

Alle Parteien sind gefragt, mit zur Lösung dieser Problematik beizutragen., so Lambert Wolff, Landesschülersprecher. Fest steht auch: Wir sind alle gefragt mitzuwirken!