Zusammenfassung der gestrigen Sitzung:

  • Als Änderungsantrag zum Haushalt 2020 haben die Fraktionen von SPD und Grünen vorgeschlagen, 500.000 Euro als Zuschuss für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Zeesen auf dem Gelände des FSV Eintracht bereit zu stellen. Entgegen dem bisherigen Standpunkt der SPD-Fraktion eines Baus durch die Stadt allein mit städtischen Haushaltsmitteln, ist dieser Vorschlag ein Kompromissangebot. Der Verein tritt selbst als Bauherr auf, wobei der größte Teil der Kosten durch Fördermittel des Landes gedeckt werden soll. Die personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt werden damit geschont und die lang anhaltende Diskussion um den Kunstrasenplatz könnte ihren Abschluss finden. Voraussetzung dafür ist aber die Deckung einer Anteilsfinanzierung durch die Stadt.  Die Fraktionen greifen dabei einen früheren Vorschlag des Bürgermeister auf. In der Sitzung zeigte dieser leider keinerlei Entgegenkommen. Der Ausschuss befürwortete den Vorschlag dennoch mit 6 Ja-Stimmen zu 2 Nein-Stimmen. Der Platz soll aus umweltfreundlichen Materialien entstehen.
  • Die SPD-Fraktion hat außerdem Rückschlüsse aus den vom Bürgermeister beanstandeten Beschlüssen zum Bau eines Hauses der Jugend und eines Hauses des Sports gezogen und beide Beschlussvorlagen entsprechend überarbeitet. Es soll nun zunächst jeweils der Bedarf ermittelt und ein Nutzungskonzept erstellt werden. Auf diese Weise könnte danach eine Standortuntersuchung und die weitere Planung erfolgen.

Wir sind weiterhin der Auffassung, dass unsere Stadt dringend ein zusätzliches zentrales Jugendhaus benötigt, das den heutigen Anforderungen gerecht wird. Vorzugswürdig erscheint eine zentrale Lage zur Erreichbarkeit aus allen Ortsteilen der Stadt. Eine solche Anlaufstelle für Jugendliche kann auch das sogenannte „Neubaugebiet“ aufwerten, weshalb dies ein geeigneter Standort ist. Das zu errichtende Jugendhaus soll genügend Raum für beratende Angebote, Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie Proberäume für Bands und für größere Veranstaltungen wie Konzerte bieten. Das Jugendhaus soll nicht bestehende Einrichtungen ersetzen, sondern soll ein zusätzliches Angebot sein.

Ebenso gibt es Bedarf für zusätzliche Räumlichkeiten für die Initiative Sport in KW und den Kreissportbund Dahme-Spreewald. Als ein geeigneter Standort könnte das Sportgelände in der Goethestraße angesehen werden. Der dortige Bau ist sanierungsbedürftig. Im Rahmen der Sanierung könnte der bestehende Bau an diesem Standort unter Schonung der finanziellen Ressourcen der Stadt durch Aufstockung erweitert und zu einem Haus des Sports ausgebaut werden. Der Standort Goethestraße mit seiner zentralen Lage würde damit für die nächsten Jahrzehnte hergerichtet sein. Die Erweiterung und Aufwertung des Gebäudes zum Haus des Sports sendet zudem ein politisches Signal, welchen Stellenwert der Vereins- und Breitensport in der Stadt hat.

Beide Vorlagen hat der Ausschuss mehrheitlich empfohlen.

  • Außerdem soll der Bürgermeister nach einem Vorschlag der SPD-Fraktion beauftragt werden, Daten über die Bildungseinrichtungen in der Stadt Königs Wusterhausen in Form eines digitalen und in Printform vorliegenden Bildungswegweisers zur Verfügung zu stellen. Die Daten betreffen Kitas und Schulen in der Stadt und ihren Ortsteilen und umfassen Trägerschaft, Kapazität und bildungsprogrammatische Schwerpunktsetzung der jeweiligen Einrichtungen. Königs Wusterhausen als wachsende Stadt verfügt über eine Vielzahl an Bildungseinrichtungen. Um Eltern einen guten Überblick über die vorhandenen Bildungseinrichtungen zu ermöglichen und sie in die Lage zu versetzen, die für ihr Kind geeignetste Bildungseinrichtung auszuwählen, soll durch die Verwaltung ein Bildungswegweiser erarbeiten werden. Damit soll auf die vielfältigen Angebote mit ihren individuellen inhaltlich-konzeptionellen Schwerpunkten aufmerksam gemacht werden und für Eltern, Kinder und Erwachsene Orientierung geboten werden. Auch diesen Vorschlag empfahl der Ausschuss mit seiner Mehrheit.

Die endgültigen Entscheidungen dazu trifft die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 26.11.2019.