Der Landtagsabgeordnete Ludwig Scheetz war im Rahmen seiner Sommertour zu Gast im Pflegeheim Karlslust in Storkow und im Seniorenheim „Regine Hildebrandt“ in Niederlehme. Dort sprach er mit den Hausleitungen über die aktuelle Situation in der Pflege vor und mit Corona. Neben dem Fachkräftemangel spielte das Thema Wertschätzung der Pflegekräfte eine besondere Rolle: „Für mich ist klar, dass es nicht nur beim Applaus auf dem Balkon bleiben kann! Pflegekräfte müssen für ihren besonderen Dienst an der Gesellschaft die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Die Pflegeprämie des Bundes in Höhe von 1000 € kann nur ein Anfang sein. Weiterhin stehen wir als Land im Wort, die Pflegeprämie aus Landesmitteln um weitere 500 € aufzustocken – dazu hat der Landtag bereits im Mai einen Beschluss gefasst. Ich erwarte von der Landesregierung eine schnellstmögliche Umsetzung.“

Die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen haben erhebliche Folgen für Pflegeeinrichtungen. Insbesondere die Besuchsregelungen sind für Bewohner, Pflegekräfte und Angehörige eine enorme Herausforderung. In Anbetracht steigender Infektionszahlen braucht Brandenburg hier eine verbindliche Perspektive, wie unter Einhaltung der Hygienevorschriften Besuchsregelungen ausgeweitet werden können, Scheetz: „Ich freue mich, dass Testungen in stationären Pflegeeinrichtungen Bestandteil der Teststrategie des Landes sind. So kann man eine Ausbreitung der Infektion verhindern und damit den Schutz der Menschen verbessern.“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Bewohnerinnen und Bewohner sollen laut Teststrategie regelmäßig stichprobenartig (1% alle 14 Tage für drei Monate) getestet werden.

Das Thema Pflege spielt in der Landespolitik nicht erst seit Corona eine hervorgehobene Rolle. „Wir müssen weiterhin sicherstellen, dass die Brandenburger Kommunen bei der Gestaltung von wohnortnahen Angeboten für ältere oder pflegebedürftige Menschen weiter kompetente Unterstützung durch die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg erhalten.“, so Scheetz.

Das Projekt, das im Herbst 2015 als Modell startete, wird durch die weitere Förderung zunächst bis 2022 fortgeführt. Damit werden wichtige Rahmenbedingungen für die Umsetzung der ersten Säule des sogenannten „Pakts für Pflege“ geschaffen, der im Koalitionsvertrag als ein Handlungsschwerpunkt verankert ist.

Landagsabgeordneter Scheetz: „Wir wollen die Pflege vor Ort stärken. Ein Beispiel wie dringend das nötig ist zeigt sich u. A. in Karlslust. Menschen sollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können und bei Bedarf in entsprechend gut ausgestatteten Einrichtungen ein neues zu Hause finden. Mit dieser Förderung sichern wir, dass die Kommunen weiter bei der Gestaltung der Pflege vor Ort fachlich gut begleitet und unterstützt werden. Es gilt hier für das Land weiter am Ball zu bleiben um den Respekt vor dem Alter in der Gesellschaft hoch zu halten.“