Im Sozialausschuss am vergangenen Dienstag der Stadt Königs Wusterhausen gab es eine kleine Überraschung, die insbesondere bei den anwesenden Wernsdorfer Ausschussmitgliedern viel Freude auslöste. In dem Ortsteil könnte eine neue Kita entstehen, und zwar auf dem Gelände der neuen Feuerwehr. Wir erinnern uns – schon vor einigen Jahren wurde ein Projekt angedacht, dass den Neubau der Feuerwehr mit einem Neubau der Kita verbinden sollte. Es gab dazu Vorüberlegungen und Planungen. Ähnliche Einrichtungen wurden vom zuständigen Fachbereich besucht und das Konzept für gut befunden. Als die damalige Fachbereichsleiterin Michaela Wiezoreck das Projekt im Ortbeirat Wernsdorf vorstellte, bekam sie viel Zuspruch. Ein derartiges Vorhaben wäre neu für das Stadtgebiet und ein tolles Aushängeschild gewesen. Leider stoppte der damalige Bürgermeister nach seinem Amtsantritt dieses Vorhaben – eine neue Kita sei für Wernsdorf im Moment nicht notwendig da in anderen Kitas der Bedarf größer ist.

Nun könnte dieses Vorhaben vielleicht doch noch realisiert werden. Die derzeitige Kita in Wernsdorf ist völlig marode, die Mittel für die notwendige Sanierung wurden in den letzten Jahren stets aus dem Haushalt gestrichen. Die Kita ist leider immer noch in einem desolaten Zustand.

Durch den vorgestellten Bildungsentwicklungsplan könnten nun aber Bewegung in die Sache kommen. Laut diesem Plan ist die Kita in Wernsdorf schon im nächstem Jahr über ihrer Kapazitätsgrenze. Hier müssen also, wie in anderen Ortsteilen auch, dringend weitere Kitaplätze geschaffen werden. Hier könnte nun auf den alten Plan zurückgegriffen werden. Auf Nachfrage bestätigte die Verwaltung, dass es solche Überlegungen gibt. Im Bebauungsplan für das Feuerwehrgerätehaus in Wernsdorf ist auch schon eine Fläche für eine neue Kita enthalten. Derartige Planungen können also zügig wiederaufgenommen werden. Die Wernsdorferin Jacqueline Beyes (Mitglied im Ortsbeirat Wernsdorf und sachkundige Einwohnerin im Ausschuss für Soziales, Bildung, Familie, Jugend, Sport und Kultur) freut sich sehr über diese Nachricht: „Die Kombination aus Kita und Feuerwehr hat mich schon bei der ersten Vorstellung begeistert. Hier können zwei tolle Projekte miteinander verbunden werden. Umso mehr freue ich mich jetzt zu hören, dass man die Überlegungen dazu wiederaufnimmt. Kita und Feuerwehr zusammen in der unmittelbaren Nachbarschaft ist doch ein tolle Idee, die für alle Vorteile bringt. Ich hoffe, dass man das jetzt zügig in Angriff nimmt. Die Wernsdorferinnen und Wernsdorfer haben es verdient.“ Für das dann leerstehende alte Kita-Gebäude hat sie auch schon eine erste Idee: „Eine Nachnutzung als Jugendclub könnte ich mir hier sehr gut vorstellen. Die Kinder werden ja schließlich auch größer und brauchen Freiräume um sich auszuprobieren und entwickeln zu können. Da hätten wir hier eine echte Chance“, erklärt sie abschließend.