Mit zwei Aufstellungsbeschlüssen für Bebauungspläne und etlichen Informationsvorlagen gab es in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt am 29.08.2022 wieder viel Diskussionsbedarf.

Dabei ging es um das in Niederlehme geplante „Quartier am Möllenzugsee“. Dort sollen auf dem aktuell noch als Industriefläche genutzten Hafen Wohnungen, Geschäfte und Restaurants entstehen. Bei der Fassung des Aufstellungsbeschlusses geht es zunächst allein um die Frage, ob auf dieser Fläche eine Entwicklung (zu Wohnbebauung) stattfinden soll oder nicht. Fragen nach Größe des Quartiers, bebauter Fläche, Anzahl der Wohnungen usw. sind im Bauleitplanverfahren zu klären, in dem auch zahlreiche Gutachten und Stellungnahmen, etwa zum Thema Naturschutz und Umwelt, einzuholen sind. Dennoch gingen viele Fragen ins Detail. Angesichts einer möglichen Bebauung mit mehr als 300 Wohneinheiten brachten wir zum Ausdruck, dass wir – ebenso wie die Vertreter des Ortsbeirates in Niederlehme – einer Entwicklung zwar offen gegenüber stehen, im Verfahren aber zu klären ist, wie viele Wohnungen für Niederlehme und die Stadt verträglich sind. Bedingung für einen Bebauungsplan muss aus unserer Sicht sein, dass die notwendige Infrastruktur (vor allem im Bildungsbereich) vorhanden ist. Hier sehen wir auch den Investor in der Pflicht. Ein Aufstellungsbeschluss bedeutet dabei nicht, dass dessen Wünsche 1:1 umgesetzt werden. Die Stadtverordneten können jederzeit Änderungen verlangen oder das Bauleitplanverfahren stoppen. Letztlich wurde der Aufstellungsbeschluss mit knapper Mehrheit befürwortet.

Der Aufstellungsbeschluss zum IG Liepnitzenberge wurde ohne große Diskussion einstimmig empfohlen. Der Offenlegungsbeschluss zum „Neubau des Feuerwehrgerätehauses“ in Wernsdorf mit einer vorgehaltenen Fläche für eine mögliche Kita wurde ebenfalls einstimmig beschlossen.

Auch zum Tagesordnungspunkt „Prozess der Rahmenplanung zum Projekt Königspark“ kam es zu einer Diskussion. Der Ortsvorsteher von Diepensee hat erneut auf verschiedene Gegebenheiten der Umgebung, zum Beispiel den Fluglärm, hingewiesen. In einer ersten Runde wird am 15.9. eine öffentliche Informationsveranstaltung zu diesem Thema stattfinden. Weitere Veranstaltungen werden folgen.

Zum Schluss informierte die Verwaltung den Ausschuss zur Kostenentwicklung beim Neubau der Grundschule Zeesen. Insgesamt war es eine sehr informative und diskussionsfreudige Sitzung.

In seinen Informationen aus der Verwaltung berichtete der Kämmerer im Finanzausschuss am 31.08.2022 von den Vorbereitungen der Haushaltsaufstellung für das kommende Jahr. Hier zeichne sich nach den bisher durch die jeweiligen Fachbereiche angemeldeten Zahlen ein höherer Fehlbetrag in fast zweistelliger Millionenhöhe als Jahresergebnis ab. Grund dafür sind natürlich auch die zu erwartenden höheren Energiekosten für die städtischen Liegenschaften. Obwohl in diesem Jahr auch schon größere Beträge für Investitionen ausgezahlt worden seien, erwarte er „Haushaltsreste“, also bereits geplante  Investitionen, die aber nicht zur Auszahlung kommen werden, in Höhe von mehr als 40 Mio €. Nun werde mit den Fachbereichen geschaut, was tatsächlich in 2023 möglich sein wird, da auch für dieses Jahr neue notwendige Investitionen z.B. in die Bildungsinfrastruktur einzuplanen sind.

Der geprüfte Jahresabschluss für 2019 wurde im Ausschuss vorgestellt. Auch wenn ursprünglich ein Fehlbetrag geplant war, schloss das Jahr mit einem Überschuss von rd. 1,5 Mio € ab, der der Rücklage der Stadt zugeführt wird. Diese Rücklage dient dem Haushaltsausgleich in Jahren, in denen Fehlbeträge erwirtschaftet werden. Die Beschlussvorlage wurde einstimmig zum Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung empfohlen.

Außerdem wurde den Ausschussmitgliedern der erste Entwurf der neuen Struktur des Haushaltsplanes, das Produktbuch, vorgestellt, wie der Haushalt für 2023 aufgestellt werden soll. Bei diesem wurde die neue Verwaltungsstruktur der Stadt berücksichtigt, die Gliederung in drei Dezernate. Innerhalb dieser Budgets soll zukünftig ein interner Ausgleich  ohne den Beschluss von über- und außerplanmäßigen Einnahmen und Ausgaben möglich sein, wenn z.B. in einem Bereich Mehraufwendungen nötig sind, aber in einem anderem Bereich des selben Budgets Minderausgaben zu erwarten sind. Diese durch die Landeshaushaltsordnung vorgesehene Vorgehensweise war schon länger vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt zur Umsetzung angemahnt worden. Zur weiteren Diskussion über das neue Produktbuch ist vorgeschlagen worden, eine Sondersitzung des Ausschusses im Herbst durchzuführen. Hier werden wir unsere Vorstellungen und Ideen mit einbringen.

SPD Königs Wusterhausen wählte neuen Vorstand

Nach drei sehr besonderen und herausfordernden Jahren traf sich der SPD-Ortsverein Königs Wusterhausen am 15. Juni zur Jahreshauptversammlung um einen neuen Vorstand zu wählen. Der bisherige Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ludwig Scheetz zog trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die Arbeit des Ortsvereins eine positive Bilanz: „Die Corona-Einschränkungen hatten auch massive Auswirkungen auf unsere Arbeit, wir haben uns aber der Situation gestellt und sind neue Wege gegangen und haben viele neue digitale Instrumente und Formate implementiert. So gehören ZOOM-Konferenzen, hybride Sitzungen oder digitale Diskussionsforen inzwischen zum festen Repertoire in unserer Arbeit. Inhaltlich haben uns vor allem die Corona-Situation, die allgemeine Situation in der Stadtpolitik, der Krieg in der Ukraine und der Themenschwerpunkt Digitalisierung beschäftigt. Besonders hervorheben möchte ich, dass es uns gemeinsam mit den demokratischen Partnern in der Stadt gelungen ist, den Stillstand im Jahr 2021 zu beenden, um mit der neuen Bürgermeisterin Michaela Wiezorek den Neustart zu wagen.“ Weiterlesen

Der Stadtentwicklungsausschuss versprach lang zu werden.

Zu den allgemeinen Informationen der Verwaltung gab es kaum Nachfragen. Anders war dies bei der Vorstellung des Siegerentwurfes für den Rathauscampus. Die 1. Beigeordnete Frau Hirschfeld stellte kurz alle Entwürfe vor. Der Siegerentwurf überzeugte durch seine einladende Offenheit. Realisiert werden soll er in den nächsten 8-10 Jahren. Der 1. Bereich soll vor allem Büros für die Verwaltung mit einer Nutzfläche von 3.600 qm enthalten. Kritisiert wurde, dass in der MAZ schon über den Entwurf berichtet wurde ohne das der Ausschuss davon Kenntnis hatte. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang auch ein Leitbild für die Stadt angemahnt. Frau Hirschfeld hat sich nach eigener Aussage dieses Thema auf die Fahne geschrieben und will diesen Prozess gern anstoßen. Immerhin liegt der Beschluss zur Erarbeitung eines Leitbildes schon 3 Jahre zurück.

Bei den weiteren Informationen ging unter anderem um das Vorhaben Storkower Str. 4, ehemals Gärtnerei Genz, das eine Wohnbebauung vorsieht, obwohl es als Mischgebiet ausgewiesen ist. Die Stellplatzproblematik kam auch hier wieder zur Sprache, da perspektivisch ein Kreisverkehr in unmittelbarer Nähe zur Grundstücksauffahrt entstehen soll. Die Planer nahmen die Anregungen mit.

Beim Vorhaben „Fischsiedlung“ in Wernsdorf will die Eigentümergemeinschaft aus einer Kleingartenanlage ein Wohngebiet entwickeln. Im vorderen Bereich sollen mehrgeschossige Häuser mit bis zu 44 WE (Wohneinheiten) entstehen, wenn es nach den Planern geht. Dahinter sollen 10-15 Einfamilienhäuser und zum Abschluss 12-16 Kleingärten entstehen. Der erste Entwurf wurde dem Ortsvorsteher schon vorab vorgestellt.

Beim Vorhaben Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 202 IG-Liepnitzenberge in Niederlehme geht es um den Ankauf einer weiteren Fläche um eine ausreichende Stellfläche für Recyclingmaterial zu haben. Die Ersatzpflanzungen sollen, auch auf Bitten des Ortsbeirates, auf dem Niederlehmer Friedhof erfolgen.

Die Information zum Vorhaben „Am Bahndamm 1a/1b“ beinhaltete auch eine Bebauung von 4 bis 8 Mehrfamilienhäusern auf einer Fläche von jetzt 7.200 qm. Im Ortsbeirat wurde diese Idee schon vorgestellt. Der anwesende Ortsvorsteher steht dem Entwurf positiv gegenüber.

Die Beschlussvorlagen der Verwaltung hatten es zum Teil in sich:

Beim Aufstellungsbeschluss „Alte Werftstrasse“ wurde heftig diskutiert, was sich auch schon in der Einwohnerfragestunde andeutete. Die dichte Bebauung und die fehlenden Parkplätze wurden kritisch angemerkt, aber auch der Verfall des Bootshauses wurde angemahnt, wenn es zu weiterer Verzögerung des Bauvorhabens kommen sollte. Trotzdem wurde diese Vorlage nicht empfohlen.

Anderes sah es beim Grundsatzbeschluss zur städtebaulichen Neuplanung des Königsparks aus. Auch hier wurde sehr kontrovers diskutiert. Viele Fragen drehten sich um das schon vorhandene Gewerbe und den Lärmschutz. Trotzdem wurde der Beschluss einstimmig bei 3 Enthaltungen empfohlen.

Bei den Beschlussvorlagen Ferien- und Wochenendhausgebiet Kamerun/Weg am Tonsee, Projektbeschluss Neubau Feuerwehr Wernsdorf, Aufhebung privat finanzierte Straßenbau Rotschwaenzchenweg in Wernsdorf, Bauprogramm Florastr. in Zeesen, Festlegung zum Verfahrensablauf kommunaler Straßenneubau gab es keine große Diskussion. Diese Beschlussvorlagen wurden alle angenommen.

Die Mitglieder des Beratungsgremiuns zur Vergabe von Mitteln der Innenstadtfoerderung wurden benannt. Neben der Bürgermeisterin und einem Mitarbeiter der Verwaltung sind dies noch Frau Spengemann, Frau Uhlworm, Herr Weinert und Herr Vahlpahl.

Die beiden Vorlagen von der UBL/UFL zur Erhöhung des Förderanteils auf 80% aus Mitteln der Innenstadtfoerderung und der Linken zur Verwendung von Recyclingbeton bei Bauvorhaben der Stadt wurden abgelehnt.

Die Sitzung endete um 22:13 Uhr.

Eigens wegen der Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes für die Stadt Königs Wusterhausen wurde diese Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung einberufen. Die Aufstellung des Nachtrags wurde erforderlich, weil die Bürgermeisterin mit ihrer Verwaltung möglichst schnell in Zernsdorf  einen Modulbau als Erweiterung der Grundschule errichten möchte, um die dringend benötigten Schulplätze bereitzustellen.  Die Gesamtkosten werden mit rd. 9 Mio € veranschlagt. Wären die Weichen durch den abgewählten Bürgermeister Ennullat – wie lange gefordert – früher in die richtige Richtung gestellt worden, würde es deutlich kostengünstiger funktionieren.

Weil im Falle einer Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes alle Positionen angepasst werden müssen, die sich bis zu diesem Zeitpunkt verändert haben, wurden auch die prognostizierten Einnahmen aus der Schlüsselzuweisung des Landes und der Gewerbesteuer erhöht. Positiv  wirkt sich auch die Auflösung einer Rückstellung wegen gegen den MAWV geführten Klagen aus, die zwischenzeitlich gewonnen wurden. Erhöht  wurden auch wegen der gestiegenen Einnahmen die Ausgaben für die Kreisumlage und Auszahlungen für Investitionen in die Digitalisierung von Schulen, für die wiederum auch bewilligte Fördermittel  des Landes in den Plan eingearbeitet wurden. Mit der Berücksichtigung weiterer Haushaltsansätze z. B. für Energielieferungen und Personalaufwendungen ergibt sich nunmehr gegenüber dem ursprünglich prognostizierten Fehlbetrag sogar ein geringer Haushaltsüberschuss, was fast alle Stadtverordneten zur Zustimmung bewogen hat.

Als weiterer Beschluss wurde eine Eilentscheidung der Bürgermeisterin mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zur Bereitstellung zusätzlicher Mittel für den Grundschulneubau in Zeesen einstimmig durch die SVV genehmigt.

Die Vorlage zur Aufforderung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Erweiterung von Nicos Hafen in Niederlehme wurde wegen weiteren Klärungsbedarfs von der einreichenden Fraktion auch aufgrund von Hinweisen der Bürgermeisterin in ihrem Bericht zu Beginn der Sitzung zurückgezogen.

Die zweite SVV diesen Jahres fand in einem Rathaus statt, vor dem die grüne Fahne „Major for Peace“ wehte.
Als Zeichen der Solidarität weht sie seit Anfang des Krieges gegen die Ukraine.

Im Bericht der Verwaltung hob die Bürgermeisterin hervor, dass schon fast 1200 Geflüchtete eine Unterkunft im Landkreis gefunden haben.

Weiterhin war ihr wichtig, neben dem aktuellen Stand im Bildungsbereich zu betonen, dass es an der Zeit ist, über Gemarkungsgrenzen hinaus zu denken, wie zum Beispiel mit dem inter- kommunalen Radweg KW-Wildau-Zeuthen-Eichwalde-Schulzendorf.

Feierlich wurde die Erste Beigeordnete Silvia Hirschfeld in ihrem Amt vereidigt. Als professionelle Unterstützung der BM wird sie vor allem für die Umsetzung der Investitionsbeschlüsse im Baubereich zuständig sein.

Die Vorlagen der Bürgermeisterin wurden, nachdem sie vorher in den Ausschüssen ausführlich diskutiert worden waren, ohne große Debatte mehrheitlich beschlossen.

Eine kurze Diskussion gab es um die neue Geschäftsordnung der SVV, da die SPD-Fraktion
der Auffassung ist, dass die Archivierung der Aufzeichnung aus den Gremien länger erfolgen sollte.
Aber die Verwaltung konnte noch keinen Anbieter finden, der ein Angebot dazu machen konnte. Trotzdem wurde die neue Geschäftsordnung einstimmig beschlossen.

In der Diskussion um die Geburtsbäume für KWer Kinder (eine Vorlage der Fraktion Die Grünen) kam zum Ausdruck, wie sich die Debattenkultur in der SVV gewandelt hat.
Es wurde um den Sachverhalt gestritten, der letztendlich abgelehnt wurde.

Die anderen Beschlußvorlagen wurden von der einreichenden AfD-Fraktion zurückgezogen.

In Nachhinein kündigte der Kämmerer die Erstellung des Nachtragshaushalts an und gab die vorläufigen Eckdaten bekannt.

Vergangenen Donnerstag hatte der SPD-Ortsverein Königs Wusterhausen zu einem gemeinsamen virtuellen Fachgespräch mit dem Jugendbeirat, dem Kita-Elternbeirat und dem Seniorenbeirat der Stadt Königs Wusterhausen eingeladen. Ziel war es mit diesen unterschiedlichen Zielgruppen über Chancen und Risiken der Digitalisierung zu sprechen, deren Meinungen und Ansichten anzuhören und diese künftig in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Während des Gesprächs, an dem Vertreter aus allen drei Beiräten teilgenommen haben, hat sich herausgestellt, dass das Thema „Digitalisierung“ ein sehr weites ist, welches auf allen politischen Ebenen vorangetrieben, aber auch und insbesondere in unserer Stadt gemeinsam und besser gestaltet werden muss. Neben der Ausstattung mit Technik beziehungsweise mobilen Endgeräten an Kitas, Schulen aber auch für Senioren, bedarf es eines Unterstützungsangebots für verschiedene Zielgruppen. Einerseits müssen Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, die digitale Welt kennenzulernen. Das beginnt jedoch nicht erst in den weiterführenden Schulen, sondern bereits bei der frühkindlichen Erziehung. Dafür ist eine Befähigung von Kita- und Lehrpersonal notwendig. Und auch die ältere Generation darf dabei nicht abgehängt werden.
Darüber hinaus konnten wir viele gute Ideen aus dem Gespräch mitnehmen, wie das Vorantreiben von virtuellen Arztsprechstunden, die Verbesserung von digitalen Anwendungen und Prozessen der Stadt, die Digitalisierung von Anträgen bei der Stadt, die Zusammenführung von mehreren Generationen durch virtuelle Veranstaltungen usw.
Feststeht, dass nicht nur die Ausstattung mit Technik erforderlich ist. Sondern alle müssen Medienkompetenz erlangen können. Einerseits müssen wir bei der Digitalisierung von Prozessen auf allen Ebenen aufholen – viele Vorgänge in unserer Stadt basieren noch auf Stift und Papier. Andererseits bedarf es auch eines gewissen Fingerspitzengefühls, um die digitale und analoge Welt in einem gesunden Ausmaß zusammenzuführen. Dies möchte der SPD-Ortsverein Königs Wusterhausen in seiner politischen Arbeit künftig noch stärker und fokussierter voranbringen! Wir danken nochmals allen Teilnehmenden für das engagierte Mitwirken!

Nicht zuletzt auf (Mit-)Antrag der SPD-Fraktion war die Stadtverwaltung gefordert, die Auswirkungen einer erhöhten Kostenbeteiligung der Stadt beim Straßenausbau zur Reduzierung eines privaten Anliegeranteiles zu prüfen.

Grundsätzlich ist eine Änderung der Erschließungsbeitragssatzung rechtens und möglich, jedoch sind haushaltstechnische Belange an die generelle Ertragskraft der Stadt KW zu stellen. Um es abzukürzen: eine Änderung der Beitragssatzung erscheint nicht sinnvoll, da bei den ca. anstehenden 140 Bauvorhaben für KW gemäß der abgestimmten „Liste über die Rang- und Reihenfolge des Straßenbaus“ (Stand 31.12.2020) eine Verringerung des unmittelbaren Anliegeranteiles von 90% auf 50% jährlich nur drei „Sandpisten“ ordentlich erschließbar wären. Die wohl letzte Maßnahme wäre dann in 46 Jahren realisiert.

Unsere Anerkennung für die Ausführlichkeit und Schlüssigkeit der hierzu erstellten Information seitens der Verwaltung. Wer hier ins Detail gehen möchte, kann sich die komplette Information auf der Webseite der Stadt anschauen und nachfolgenden Link kopieren: SessionNet | Information zum Prüfauftrag Erschließungsbeitragssatzung (Beschluss 10-21-066) (krz.de)

Außerdem wurde dem Ausschuss die Satzung zum Umgang mit den Ortsteilbudgets zur Abstimmung vorgelegt.

Die Ausschussmitglieder empfahlen der Richtlinie im Stadtparlament zuzustimmen, vorbehaltlich einiger Vorabprüfungen und einer späteren 12 monatigen Evaluierung der Praxistauglichkeit.

Darüber hinaus informierte die Stadtverwaltung über einen gegebenenfalls notwendigen Nachtragshaushalt aufgrund der eventuell kurzfristig anstehenden Maßnahmen der provisorischen Errichtung eines weiteren Verwaltungsbaues an der Scheederstraße.

Ferner beschäftigt sich aktuell die Kämmerei mit den Haushaltsresten aus 2021 und will kurzfristig bis Ende Februar hierüber mit konkreten Zahlen berichten.

Neben Haushaltsplanung, Controlling und Wirtschaft möchte sich der Ausschuss demnächst mit den Konsequenzen aus Erbbauverträgen der Stadt für die zukünftigen Haushaltsplanungen beschäftigen, da offensichtlich für eventuelle „Heimfälle“ durch Rückgaben von Erbpacht-Grundstücken Risiko-Rückstellungen zu bilden sind.

Am Donnerstag, dem 20. Januar 2022 fand der erste Ausschuss OMD in diesem Jahr statt.

Obwohl es in der letzten Sitzung von unseren Vertretern im Ausschuss angemahnt wurde, wurde wieder nicht zum Stand des Breitbandausbaus in der Stadt Königs Wusterhausen berichtet. Das soll jetzt in der nächsten Sitzung am 24. März erfolgen.

Im ihrem Bericht informierte die Verwaltung u.a. über die zukünftige Arbeit der AG Gefahrenstellen. Nach Ermittlung und Festlegung der etwa 30 wichtigsten in der Stadt vorhandenen Orte soll sich die AG im Ausschuss vorstellen und berichten. Im Stadtgebiet sind z.Z. 6 „Smileys“ an unterschiedlichen Stellen angebracht, die gleichzeitig die Geschwindigkeit und die Anzahl der Fahrzeuge feststellen. Der Standpunkt wechselt alle  4 bis 6 Wochen. In diesem und den nächsten Jahren werden jeweils 2 bis 3 weitere solche Messgeräte folgen.

Das Ordnungsamt informierte außerdem über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Hundehalterverordnung. Anzumerken ist dabei, dass im Gegensatz zu 2020 im Jahre 2021 leider wieder Menschen von Hunden gebissen wurden.

Die Ordnungsbehördliche Verordnung über Ausnahmen vom Nachtruheschutz sieht zur Zeit 11 Veranstaltungen in den unterschiedlichen Ortsteilen vor und wurde einstimmig beschlossen. In diesem Jahr sind ausnahmsweise für jeden Ortsteil 2 Veranstaltungen möglich, die jeweils bis 2.00 Uhr dauern dürfen. Die Verwaltung wurde gebeten zu prüfen, ob auch in Zukunft mehr als an einem Tag im Jahr eine Ausnahme vom Nachtruheschutz ermöglicht werden kann, zumindest in den größeren Ortsteilen.

Die CDU Vorlage zur Änderung der Stellplatzsatzung der Stadt wurde mehrheitlich abgelehnt. Alle waren sich einig, dass die Regelungen überarbeitungsbedürftig sind. Hierzu bedarf es aber umfangreicherer Beratungen und der Erarbeitung einer umfassenden Stellungnahme der Verwaltung, die in der Kürze der Zeit nicht erstellt werden kann. Der Anregung zur Umformulierung in einen   entsprechenden Prüfauftrag folgte die einreichende Fraktion nicht, da sie aufgrund anstehender Beschlüsse von Bebauungsplänen dringenden Handlungsbedarf sehen. Wir haben die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob in den konkreten Fällen nicht durch den Bebauungsplan eine Festlegung zur Anzahl der Stellplätze getroffen werden könne.

Am vergangenen Dienstag kam der Sozialausschuss in seiner ersten Sitzung des Jahres zusammen. Als Gast war auch Christiana Lücke vom Kulturbund Dahme-Spreewald e.V. vor Ort. Sie berichtete von der engagierten Arbeit des Vereins und gab auch einen kurzen Einblick in die Geschichte. Im Bürgerhaus Hans Eisler, aber an anderen Orten in KW finden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt. Von der Lesung über Ausstellungen bis hin zu musikalischen Veranstaltungen und Workshops. Der Kulturbund Dahme-Spreewald e.V. schafft mit viel Engagement und Liebe zum Detail kulturelle Darbietungen für alle. Das Jahresthema 2022 lautet: „Umdenken – Abkehr – Wandel. Der Kulturbund freut sich immer um Unterstützung und natürlich auch zahlreiche Besuche der jeweiligen Veranstaltungen. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die Arbeit der engagierten Menschen des Kulturbundes  bedanken, die auch unser Leben immer wieder mit Kultur bereichern.

Die Verwaltung informierte über denFortgang des Pakt für Pflege – Pflege vor Ort. Dies ist durch die Wohlfahrtsverbände gut angelaufen. Die dafür zur Verfügung stehenden Mittel für 2022 sind bereits so gut wie ausgeschöpft. Hauptsächlich werden davon Personalstellen finanziert, die Beratung und Unterstützung vor direkt vor Ort leisten sollen. Die jeweiligen verbände stimmen isch dazu untereinander ab, damit auch die Ortsteile gleichermaßen berücksichtig werden können. Eine genaue Vorstellung der jeweiligen Projekte und Akteure ist für eine der nächsten Sitzungen angedacht.

Natürlich wurde auch über das Infektionsgeschehen an den städtischen Einrichtungen informiert. Auch in unserer Stadt gibt es leider erkrankte Kinder, Erzieher*innen und Lehrer*innen. Einzelne Gruppen mussten daher schon geschlossen werden. Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens rechnen wir mit einem weitern Anstieg in den nächsten Wochen. Leider konnten die CO2-Ampeln noch nicht angeschafft werden, da es diverse Probleme gab und die Stadt sich nun im Ausschreibeverfahren befindet. Die Stadtverwaltung entschuldigte sich in der Sitzung für die Verzögerung.

Für die Kitas wird es ab dem 7. Februar ebenfalls eine Testpflicht geben. Die entsprechenden Tests wurden von der Stadt schon angeschafft und werden nun an die Eltern übergeben. Es handelt sich hier um Tests die sowohl für den Nasen- als auch für den Rachenbereich geeignet sind.

Informiert wurde auch über die Kitaversorgungssiutation in der Stadt. Nach derzeitigem Stand fehlen hier 88 Krippen- und 404 Kitaplätze. Wenn die Modulkita freigezogen ist, stehen weitere Kitaplätze zur Verfügung. Die Lage bleibt dennoch angespannt. Um die Plätze zu schaffen, werden zukünftig die Investoren großer Baugebiete mehr in die Pflicht genommen werden müssen. Wie im letzten Ausschuss berichtet, gibt’s aber auch Interessenten, die im Stadtgebiet weitere Kitas eröffnen möchten. So zum Beispiel eine musikbetonte Kita oder auch eine Waldkita. Das bereichert unsere Bildungslandschaft auch qualitativ enorm.

Weiterhin wurde über die Situation unserer Grundschulen und den Schüler*innenzahlen berichtet. Dazu wurden Worst-Case- und Best-Case-Szenarien entwickelt. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass viele unserer Grundschulen erweitert bzw. neu errichtet werden müssen. Die Verwaltung arbeitet hier mit Hochdruck daran, damit allen Kindern zum nächsten Schuljahr ein Platz an ihrer entsprechenden Grundschule angeboten werden kann.  Es wurde aber auch klar, dass es auch einen Bedarf für eine weitere Oberschule gibt. In einer der nächsten Sitzungen soll es dazu eine tiefere Diskussion geben.

Zum Haus der Jugend/Haus des Sport laufen Gespräche auf Arbeitsebene. Auch eine potentielle Fläche hat man schon ins Auge gefasst. Genauere Informationen sollen folgen, wenn die nächsten Schritte gegangen sind und die Pläne konkretere Formen annehmen.

Zur Abstimmung standen zwei Vorlagen der Verwaltung. Zum einem die Richtlinie  für die Ortsteilsbudgets. Diese wurde nach kurzen Verständnisfragen einstimmig angenommen. Zum anderen beantragte die Verwaltung die Aufnahme einer Dringlichkeitsvorlage. Darin geht es um eine Fläche in der Scheederstraße, die ursprünglich für den Bau einer Kita mit 60 Plätzen vorgesehen war. Der dazu gefasste Beschluss soll aufgehoben werden. Stattdessen sollen auf der Fläche Bürocontainer für die Verwaltung aufgestellt werden, damit diese handlungsfähig bleiben kann.

Für die Kita wurde lange Zeit ein Träger gesucht, der an diesem Standort eine Kita errichtet. Da die Fläche sehr klein ist, war hier zunächst nur eine Einrichtung mit 60 Plätzen geplant. Dafür fand sich jedoch kein Träger, weil eine so kleine Kita nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Auch nach einer Erhöhung auf 80 Plätze fand sich niemand, der eine Kita dort bauen und betreiben will.

Zeitgleich war die Verwaltung auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, weil das Rathaus schon lange Zeit an seine räumlichen Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Um alle Stellen zu besetzen und neue schaffen zu können, bedarf es weiterer Büroräume. Leider ließ sich im Stadtgebiet keine entsprechenden Flächen bzw. Büros finden. Die Stellen sind aber wichtig, um die dringenden Herausforderungen unserer Stadt bewältigen zu können. Daher beabsichtigt die Verwaltung eine Bürocontaineranlage in der Scheederstraße aufzustellen. Sie sollen dort für die nächsten 6 bis 8 Jahre stehen. Langfristig soll um das Areal ums Rathaus, Potsdamer Straße, Schlossstraße und Am Amtsgarten ein Verwaltungsviertel entstehen. Die nicht gebauten Kitaplätze sollen jedoch ausgeglichen werden können. Ab August werden alle Hortkinder der Erich-Kästner-Grundschule im Hort Siebenstein betreut werden. Dadurch werden 60 Plätze in der Kita Klein & Groß und 40 Plätze in der Kita Knirpsenstadt frei. Diese Beschlussvorlage wurde im Ausschuss erwartungsgemäß kontrovers diskutiert. Letztendlich wurde sie aber mehrheitlich empfohlen. Weil für uns der Diskussionsprozess noch nicht zu Ende ist, haben sich die SPD-Mitglieder bei der Abstimmung enthalten.

Zum Schluss gab es aber noch eine gute Nachricht: Das Stadtfest soll in diesem Jahr stattfinden. Geplant ist es am 25. Juni. Wie genau es aussieht, wird aber die Zeit bringen. So ein gemeinsames Feiern wird der Stadt aber sicherlich guttun.